Das Verhältnis der Flächen eines Bildes zueinander: das ist die Komposition. Spielerisch soll sie sein – und zugleich gemessen. Die Ruhe klar umgrenzter Bereiche gerät in einen Spannungsaustausch mit aufgeladenen, amorphen Stellen. Die Elemente tanzen, sie stehen nicht still. Wie die Oberflächen zu den unter ihnen liegenden Schichten, so verhalten sich die Flächen: Ineinander verkeilt zu einer nicht immer harmonischen, immer aber dynamischen Beziehung: das ist die Grundlage der Gestalt eines Bildes.
Wolfgang Walter